Nie und Kellner zeigen der Ballsporthalle die Rote Karte

Nie und Kellner zeigen der Ballsporthalle die Rote Karte

Die Dringlichkeit der bundesligatauglichen Ballsporthalle ist aus unserer Sicht unbestreitbar.

Während die Bürgermeisterkandidaten von SPD und Grünen dem Projekt eine klare Absage erteilen, sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Für uns ist die Halle – gemeinsam mit dem geplanten TVE-Campus – ein zentraler Baustein für die Sport-Infrastruktur in Emsdetten.

Die Hallensituation in Emsdetten bleibt derweil angespannt. Schulen, Vereine und Freizeitsportler klagen über fehlende Kapazitäten. Der Sportstättenbedarfsplan fordert seit Jahren mehr Hallenflächen. Für uns ist deshalb klar: Wir brauchen diese Halle dringend – eine Halle für die ganze Stadt. Denn die Nutzung durch die Profis wird einen Anteil von rund 20% nicht übersteigen. Das zeigt sehr deutlich, welche Möglichkeiten in dieser Halle für Emsdetten stecken.




„Wir können dieses Thema nicht aussitzen“, betont Geschäftsleiter Florian Ostendorf. Der TVE verfügt derzeit, auch nach dem Umbau der Ems-Halle, nur über eine Ausnahmegenehmigung, die Handball-Bundesliga hat bereits auf mögliche Konflikte mit der Berufsgenossenschaft hingewiesen. „Kommt es zu einem Unfall, könnte das ganze Projekt auf den Prüfstand geraten – und Ausweichhallen stehen aktuell nicht zur Verfügung“. An dem Sachverhalt ändert auch die Sanierung der Ems-Halle nichts, warnt Ostendorf.

Auch das Argument von Grünen-Kandidat Oliver Kellner, wonach es sich beim Profibereich des TVE um eine gewinnorientierte GmbH handle, überzeugt weder uns, noch den TVE. „Wir sind ein TV Emsdetten – mit gemeinsamen Visionen und Zielen für die gesamte Stadt“, heißt es aus Vereinskreisen. Tatsächlich bewegen die Heimspiele alle zwei Wochen bis zu 2.200 Zuschauer nach Emsdetten. Mit Jugend- und Nachwuchsbereich kommen noch einmal über 1.000 Menschen jedes Wochenende. hinzu. Für die lokale Wirtschaft sei der Verein damit längst ein Magnet und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Zudem übernimmt der TVE eine nicht wegzudenkende Rolle bei der Nachwuchsförderung. Mit Projekten wie einem Bewegungslehrer, der sportartenübergreifend von Volleyball bis Fußball für mehr Bewegung statt Playstation sorgt, sei klar: „Es geht nicht nur um Profisport, sondern um eine Halle, die allen Schulen und Vereinen offensteht.“ Es wird aktuell über eine Mehrzweckhalle nachgedacht, in der drei Sportarten parallel trainieren können – eine Große Lösung mit Einsparungen bei Verwaltung, Personal und Energie.

Als Vorbild gilt Gummersbach: Dort wurde die Halle vor rund zehn Jahren gebaut – mit nachweislich positiven Effekten für Stadt und Region. „Das wünschen wir uns auch für Emsdetten“, sagt Frank Wiesner. Vor allem die Jugendlichen würden profitieren, weil sie endlich adäquate Trainingszeiten erhielten. „Spitzensport und Breitensport müssen zusammenarbeiten, um etwas zu bewegen“, so Wiesner.

Klar ist aber auch: Bei der aktuellen Haushaltslage geht es nicht ohne Investoren. Wir brauchen tragfähige und belastbare Lösungen. Die Marketing GmbH ist bereit, entsprechende Konzepte einzubringen. „Wir stehen in den Startlöchern – sobald der politische Knoten durchschlagen ist, können wir loslegen.“



Autor: UWE Emsdetten

Die UWE (Unabhängige Wähler Emsdetten) wurde 2014 gegründet und ist bis heute im Rat der Stadt Emsdetten vertreten. Sie ist davon überzeugt, dass es dafür kein Parteibuch, sondern eines schlichten, einfachen Grundprinzips bedarf: Offen. Verständlich. Transparent. Die UWE unterstützt die Erhaltung der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadt – als Grundlage für jede Gestaltungsmöglichkeit und ein lebenswertes Emsdetten.