Wenn Mittelstand rockt

Wenn Mittelstand rockt

Er ist einer der Leuchttürme des Mittelstands in Emsdetten – und längst weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Franz Herbert, verdienter Preisträger des Emsdettener Unternehmenspreises, kennt keine Pausen, wenn es um die Weiterentwicklung seines Unternehmens geht: Er ist erneut auf Expansionskurs.

Wer mit ihm spricht, merkt sofort: Er ist ein Vollblutunternehmer durch und durch, der genau weiß, wann Entscheidungen getroffen werden müssen und konsequent handelt, um sein Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. Im Handwerk ist das heute eine Kunst für sich: Von sensiblen Projekten im Denkmalschutz bis zu Großprojekten – jedes Fenster und jede Tür wird am Märkischen Weg bis auf den Zehntelmillimeter genau gefertigt. Modernste CNC-Fräsen, Lackierroboter und optimierte Arbeitsabläufe verbinden sich mit handwerklichen Meisterleistungen – Präzision ist hier nicht nur Anspruch, sondern gelebte Realität.

Doch Präzision braucht Raum. Sein aktuelles Projekt ist die Erweiterung seines Betriebes um eine weitere Halle. Franz Herbert und seine Schwester freuen sich sehr, dass nun auch dieser neue Meilenstein Formen annimmt und auf die Zielgerade einbiegt. Das Besondere: Alles wurde innerhalb der vorhandenen Strukturen geplant und realisiert. „Wir benötigen den Platz – mit 40 Mitarbeitern hier in Emsdetten müssen wir schließlich einiges bewegen“, betont Christiane Hinrichs.

Und wie weit geht der Blick bereits in die Zukunft?

Mit der neuen Halle ist das Firmengelände nun vollständig ausgenutzt. Wie geht es weiter? Der Blick der beiden Geschwister richtet sich bei dieser Frage klar nach oben – im wahrsten Sinne des Wortes. „Wir werden künftig nach oben bauen müssen. In der Fläche geht’s nicht mehr.“ Und Christiane Hinrichs fügt mit einem leichten Schmunzeln hinzu: „Ganz am Anfang, als wir noch in Hollingen unsere Fenster und Türen gefertigt haben, haben wir auch schon auf zwei Etagen gearbeitet.“ – Ob dann das eine noch etwas mit dem anderen zu tun hat, darf man jedoch wohl bezweifeln.

Vielen Dank für den vertrauten Austausch und die spannenden Einblicke im laufenden Betrieb.

Aus unserer Sicht ist Bauen in die Höhe ein entscheidender Baustein, um wirtschaftliches Wachstum und Flächenschonung miteinander zu verbinden. Wer Platz spart, schafft mehr Raum für Unternehmen, Innovationen und Lebensqualität. Gleichzeitig müssen ökologische Auflagen praxisgerecht bleiben. Eine gleichzeitige Pflicht für Dachbegrünung und Photovoltaik ist bei hohen Gebäuden oft weder statisch noch wirtschaftlich umsetzbar – hier braucht es Lösungen, die den Standort stärken, statt ihn zu belasten. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen ökologisch verantwortungsbewusst bauen, dabei aber die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen und unnötige Hürden vermeiden. Nur so können wir Wachstum mit Weitblick gestalten – für eine starke Wirtschaft und eine Stadt, die auch in Zukunft handlungsfähig bleibt.